ORTSGRUPPE PFINZTAL

Sonnige Parkplätze an der Reetzstraße

Zu diesem Thema hat der BUND Pfinztal einen Offenen Brief an alle Gewerbebetriebe in der Reetzstraße in Pfinztal-Söllingen versendet. Anlass für diesen Brief sind die zum Teil großflächigen, voll von der Sonne beschienenen Parkplatzflächen an der Reetzstraße. Diese führen an heißen Sommertagen, wie sie zunehmend auftreten, nicht nur zu einer übermäßigen Erwärmung der abgestellten Fahrzeuge, sondern der gesamten näheren Umgebung, weil asphaltierte, gepflasterte oder geschotterte Flächen sich durch Sonneneinstrahlung deutlich stärker erwärmen als etwa Grünflächen.
Wir empfehlen, soweit möglich Schatten spendende, großkronige Bäume an oder auf die Parkplatzflächen zu pflanzen. Diese Maßnahme wirkt zwar erst mittel- bis langfristig, aber sehr zuverlässig.
Alternativ schlagen wir vor, die Flächen durch aufgeständerte Photovoltaikanlagen zu überdachen und so kostengünstigen Solarstrom zu erzeugen.

Das Problem betrifft natürlich nicht nur die Reetzstraße, sondern auch viele andere Parkplatzflächen, zum Beispiel bei etlichen Einkaufsmärkten in und um Pfinztal.

Tag der Artenvielfalt
im Natur-Erlebnis-Pfad-Pfinztal (NEPP)

Im Juni 2008 führte der BUND Pfinztal erstmals eine Aktion zum "Tag der Artenvielfalt" im damals erst wenige Jahre alten Natur-Erlebnis-Pfad Pfinztal durch. Am 16. Juni 2018, 10 Jahre später, fand eine gleiche Aktion am selben Ort statt. Beim "Tag der Artenvielfalt" geht es jeweils darum, im ausgewählten Gebiet möglichst viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten zu entdecken und zu bestimmen.

Während im Jahr 2008 insgesamt 150 Arten im NEPP gefunden wurden (78 Pflanzen- und 72 Tierarten), war die Ausbeute diesmal noch etwas größer, was zum Teil sicher in der mit 23 Personen (15 Erwachsene und 8 Kinder bzw. Jugendliche) diesmal auch größeren Teilnehmerzahl begründet ist.

Am Nachmittag des 16. Juni, von 14.30 - 17.00 Uhr, wurden 85 Pflanzen- und 75 Tierarten, insgesamt also 160 Arten gefunden.
Abends, zwischen 22.00 und 0.15 Uhr, konnten dann mittels einer Lichtfalle noch zusätzlich 65 verschiedene Nachtfalter erfasst werden, außerdem wurden mit Hilfe eines Ultraschall-Detektors 5 verschiedene Fledermausarten nachgewiesen, so dass sich die Gesamtartenzahl auf 230 erhöht. Nachtfalter- und Fledermauserfassungen fanden 2008 noch nicht statt.

Besonders erwähnenswert bei den erfassten Pflanzenarten sind die Breitblättrige Stendelwurz, eine Orchideenart, und die sehr schön dunkelviolett blühende (jetzt allerdings schon verblühte) Schwarze Teufelskralle. Leider nicht mehr wiedergefunden im Vergleich zu 2008 wurde das Echte Tausendgüldenkraut; es ist vermutlich der in früheren Jahren noch erfolgten Mahd der Wegränder während der Vegetationsperiode zum Opfer gefallen. Seitdem diese schädliche "Pflege" aber erfreulicherweise unterbleibt, hat sich die Artenvielfalt an den Wegrändern im NEPP sehr gut erhalten und weiterentwickeln können.
Unter den tagsüber entdeckten Tierarten waren 10 Vogel-, 14 Käfer-, 9 Tagfalter- und 39 sonstige Insektenarten, außerdem verschiedene Spinnen, Schnecken, Asseln, Regenwurm und Blindschleiche.
Besonders erwähnenswert unter den Tagfaltern ist der in großer Individuenzahl vorgefundene Kaisermantel; Highlight unter den Nachtfaltern ist wohl der Schönbär. Auch die Blauflügelige Prachtlibelle und der streng geschützte Hirschkäfer verdienen besondere Erwähnung.

Die vollständige Artenliste finden Sie hier.

Breitblättrige Stendelwurz
Epipactis helleborine
Waldziest Stachys sylvatica
Schwarze Teufelskralle
Phyteuma nigrum
Blauflügelige Prachtlibelle Calopteryx virgo
Kaisermantel Argynnis paphia
Schönbär Callimorpha dominula
Heller Sichelflügler Drepana falcataria
Rosen-Flechtenbärchen Miltochrista miniata
Roseneule Thyatira batis

"Kreta - alte Kultur in faszinierender Natur"

Unter diesem Titel hatte der BUND Pfinztal am 9. März 2018 zum Bildervortrag in das Bürgerhaus in Pfinztal-Söllingen eingeladen. Eine ganz kleine Auswahl der Bilder von Kretas Kultur- und Naturschätzen, die in dem Vortrag gezeigt wurden, haben wir hier noch einmal zusammengestellt:

Knossos - minoischer Palast
"Kleine Schlangengöttin"
(Archäologisches Musem Heraklion)
4000-jähriger Olivenbaum Olea europaea
Echter Zungenständel Serapias Lingua
Pyramidenorchis
Anacamptis pyramidalis
Wanzen-Knabenkraut
Anacamptis coriophora
Busen-Ragwurz Ophrys mammosa
Venetianische Villa
Agios Nikolaos in Chania
(Kirche mit Glockenturm + Minarett)
Panagria-Kirche bei Fodele
Segelfalter Iphiclides podalirius
Gänsegeier Gyps fulvus
Riesen-Smaragdeidechse Lacerta trilineata


Resolution "Insektensterben / Vogelschwund"

Aufgrund des dramatischen Rückgangs an Insekten in den letzten Jahren und des - teilweise dadurch verursachten - Rückgangs an Vögeln haben die Naturschutzverbände im Raum Karlsruhe eine gemeinsame Resolution verfasst und an die Presse, die Stadt Karlsruhe, Städte und Gemeinden im Landkreis Karlsruhe, Regierungspräsidium und Landratsamt Karlsruhe sowie an die Abgeordneten im Europaparlament, Bundes- und Landtag aus Karlsruhe (Stadt und Landkreis) versendet. Den Text des Aufrufs, der sich an jede(n) Einzelne(n), an Ämter und Behörden, an Städte und Gemeinden und an politische Entscheidungsträger wendet, finden Sie hier.