ORTSGRUPPE PFINZTAL
 

Amphibienschutzaktion 2018

Alle Jahre wieder beginnt im zeitigen Frühjahr bei mildem und regnerischem Wetter die Wanderung der Amphibien zu ihren angestammten Laichplätzen. In Pfinztal waren in diesem Jahr die ersten wandernden Springfrösche bereits an den milden Tagen im Januar unterwegs.

Um zu verhindern, dass bei den Wanderungen die noch vorhandenen Amphibienpopulationen völlig vom Hauptfeind Nr. 1 der Amphibien, dem Kraftfahrzeugverkehr, ausgelöscht werden, wurden wieder manche Wege und Straßenabschnitte von geringer verkehrlicher Bedeutung zeitweise für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Wo dies nicht möglich ist, haben die ehrenamtlichen, aktiven Mitglieder vom BUND Pfinztal an den Straßen Amphibienschutzzäune aufgestellt und sammeln die dort zurückgehaltenen Tiere allabendlich ein.
Durch diese Maßnahmen werden jedes Jahr viele Hunderte von Amphibien (Frösche, Kröten, Molche und Feuersalamander) vor dem Tod durch Überfahren gerettet.

So wurden im Frühjahr 2018 an dem Schutzzaun an der B 10, zwischen Berghausen und Söllingen, 217 Erdkröten, 110 Spring- und 4 Grasfrösche eingesammelt und so vor dem ziemlich sicheren Tod auf der vielbefahrenen Straße bewahrt.

Vor einigen Jahren wurden an dem zur Amphibienwanderzeit nachts gesperrten Straßenabschnitt zwischen "Am Stadion" (Berghausen) und "Reetzstraße" (Söllingen) Zählungen zur Bestandserhebung der dort zum Laichgewässer "Edergrube" wandernden Amphibien durchgeführt.
Dabei wurden mehr als 3500 Molche - darunter mehr als 100 der seltenen, streng geschützten Kammmolche - , ca. 1300 Erdkröten, 850 Springfrösche sowie einige wenige Teich- und Grasfrösche sowie Feuersalamander gesichtet. (Und selbstverständlich konnten bei den abendlichen Kontrollgängen längst nicht alle Tiere erfasst werden, d.h. die Gesamtpopulationen sind - oder waren damals zumindest - noch wesentlich größer.)